Mein Kochbuch „Boarisch kocht“

Dieses Buch schrieb ich am Anfang meiner schriftstellerischen Laufbahn. Es ist inzwischen die dritte Auflage, die erschienen ist. Ich kam dazu, wie die sprichwörtliche „Jungfrau zum Kinde“. In einer Urlaubsphase zwischen zwei Saisonen als Koch war mir langweilig. Ich erzählte einer Tante von mir, dass ich nichts zu tun hätte und mir die Decke auf den Kopf falle. Sie hatte eine Idee: „Du bist doch Koch! Schreib ein Kochbuch!“ Gut gesagt und gut gedacht. Aber wie sollte ich das anfangen? Ich hab tausend Rezepte im Kopf. Die alle aufzuschreiben, war mir unmöglich. Auch das sagte ich meiner Tante. Sie hatte eine weitere Idee: „Wir haben ein altes Kochbuch von unserer Urgroßmutter. Es ist zwar handgeschrieben und in Sütterlinschrift, aber du kannst das sicher. Nimm es, probier die Rezepte aus und schreib das Buch.“ Ich habs dann gemacht und dabei kam das Kochbuch heraus, das vom Ludwig Verlag in Pfaffenhofen sofort angenommen und als Band 22 in die Reihe Bavarica aufgenommen wurde. Damals schrieb auch noch der Turmschreiber Herbert Schneider Gedichte dazu. Beim Ludwig Verlag erschien das Buch in zwei Auflagen als „Essn und trinkn halt Leib und Seel zsamm“ und diesmal habe ich es als dritte Auflage unter dem Titel „Boarisch kocht“ beim AAVAA Verlag veröffentlicht.

Eine Lesermeinung dazu:

Wer’s echt Bayerisch mag oder lernen will, wie man urig bayerisch kocht, der ist hier richtig. Allerdings darf man sich nicht davor erschrecken, dass hier teilweise bis ins Detail Rezepte aufgelistet sind, die wir so heute vielleicht nicht mehr kochen würden. Da wird geschlachtet, ausgenommen etc. Aber das gehört halt einfach dazu. Im Großen und Ganzen sehr interessant, vor allem, was die Originalrezepte betrifft, die man so aus Bayern kennt. Von Obatzda bis Kartoffelsalat. Alles dabei in jeder Variante. Toll! Da braucht’s auch keine Bilder. Man weiß ja, wie es aussehen muss…